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Markt

Die Photovoltaik-Branche rechnet trotz Wirtschaftskrise, langfristig und dauerhaft mit hohen Zuwachsraten.

Gegenwärtig befindet sich die Photovoltaik-Industrie in einer Übergangsphase: Alte Förderprogramme laufen aus und neue sind zwar angekündigt, jedoch noch nicht voll wirksam. Gleichzeitig hat sich der Polysiliziummarkt entspannt und sorgt mit überreichlicher Materialversorgung für massiven Preisverfall entlang der gesamten Wertschöpfungs­kette.

Das übergeordnete Ziel der Solarbranche, Energie zu konkurrenzfähigen Preisen zu erzeugen, scheint damit in naher Zukunft möglich.

Die Bank Sarasin rechnet ab 2010 mit einer Beschleunigung des Marktes, so dass von 2007 bis 2012 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 48% erreicht wird. Das Wachstum in Europa bleibt bis 2012 mit 34% pro Jahr unter dem Durchschnitt. Bis 2020 prognostiziert die Bank einen Anstieg des Weltmarktes auf 125 Gigawatt neu installierte PV-Anlagen (vgl. 4 GW im Jahre 2008). Dies entspricht für die Jahre 2012 bis 2020 einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 28%. Hierbei spielen solare Großanlagen eine wichtige Rolle, die bereits vermehrt direkt von Stromversorgern finanziert werden.


Quelle: Sarasin, 2008

Damit das Wachstum der PV-Industrie auf hohem Niveau fortgesetzt werden kann, sind künftig zusätzliche Märkte neben den etablierten erforderlich.

In Deutschland wird die Photovoltaik in erheblichem Umfang durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. Ziel des EEG ist es unter anderem, eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen und die Entwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern. Am 6. Juni 2008 hat das Parlament eine Novellierung des EEG beschlossen, die insbesondere eine stärkere Degression der Einspeisevergütung sowie reduzierte Vergütungssätze für Strom aus Photovoltaikanlagen vorsieht. Die geänderten Regelungen sind zum 1. Januar 2009 in Kraft getreten.


         Jahr

2009

2010

Eigenverbrauch

25,01 ct

22,76 ct

Gebäudeanlage

43,01 ct

39,14 ct

        ab 30 kW

40,91 ct

37,23 ct

      ab 100 kW

39,58 ct

35,23 ct

Freilandanlagen

31,94 ct

28,43 ct

Alle Angaben ohne Gewähr und vorbehaltlich des Inkraftretens und Veröffentlichung des Gesetzes im Bundesgesetzblatt

Auch in anderen Ländern Europas werden Photovoltaik-Anlagen gefördert: Griechenland hat Anfang des Jahres eine neue Einspeisevergütung beschlossen, jedoch sind die Auswirkungen auf den Markt noch abzuwarten. Zugleich hat auch Spanien seine Förderungen novelliert, allerdings mit einer Beschränkung auf 500 MW pro Jahr. In Frankreich gibt es neben einer Einspeisevergütung auch steuerliche Vorteile für PV-Anlagen Betreiber, was den französischen Markt besonders attraktiv macht.

Mit einem Wachstum von rund 70% im Jahre 2008 hat sich der US-Markt als einer der dynamischsten erwiesen. Ähnliche Wachstumsraten werden auch in Zukunft erwartet.

Quelle: Sarasin

Hier finden Sie eine Sammlung und Erläuterung der zentralen Rechtsquellen zur Förderung und zum Netzzugang von Strom aus Erneuerbaren Energien in 25 EU-Mitgliedsstaaten. Link zum>RES LEGAL


Die EU hatte sich mit der Richtlinie 2001/77/EG das Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am EU-Energieverbrauch bis 2010 auf 12% zu erhöhen. Unter dem EU-Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel beschloss der  Europäische Rat im März 2007, den Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in der EU bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu steigern.