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Pressemeldungen 2009

Masse mit Klasse

Automatisierung: Höherer Output bei niedrigeren Produktionskosten: Beides spricht für den Einsatz von Robotern in der Modulproduktion. Neben Maschinen für die Kernprozesse, Handling- und Transportlösungen spielen Kontroll- und Überwachungsinstrumente eine wichtige Rolle. Wer gerade hier die Fähigkeit von Mensch und Maschine optimal verknüpft, kann die Produktivität erheblich steigern.

Alle 35 Sekunden schwenkt der Roboterarm zum Glasvorrat und bringt die Sauggreifer in Position – senkrecht zur Glasscheibe. Die greifen zu und sichern ihre schwere Fracht mit Hilfe des Vakuums, das sie zwischen sich und dem Glas aufbauen. Ein kaum merklicher Ruck, die Scheibe schwebt durch die Luft Richtung Waschanlage. Kurz davor wird sie vorsichtig abgesetzt. Die Greifer lassen los. Und während die Scheibe in der Anlage verschwindet, schwenkt der Roboterarm zurück zum Glasstapel. Schräg nebenan – fast am Ende der Produktionslinie – ein ähnliches Spiel. Dort saugen sich die Greifer eines weiteren Knickarm-Roboters am fast fertigen Solarmodul fest, um es für die Rahmenstation rundum mit Klebeband versehen zu lassen. Hier wie für die gesamte Linie gilt allerdings ein 70-Sekunden-Takt.

„Es ist notwendig, dass die Glaswaschanlage schneller läuft als die gesamte Modullinie“, erklärt Andreas Blochel, Leiter Fertigungs- und Prozesstechnologie der Freiburger Solar-Fabrik. Andernfalls würden am Lay-up Glasscheiben fehlen, da drei Stringer parallel die Solarzellen miteinander verschalten. Zuvor machen die Scheiben noch an der Folienschneidanlage Halt, um sich per Roboter die erste Folie aus Ethylenvinylacetat (EVA) auflegen zu lassen. Nach dem Lay-up geht es ohne Verzug weiter im Takt. Fast ausnahmslos automatisch und relativ flott: Vom Einschleusen der Solarzellen in den Stringer bis zum Verpacken der fertigen Module dauert es keine Dreiviertelstunde.

Mit der jetzt realisierten ersten Ausbaustufe im Werk III erhöht der Solarkonzern seine Produktionskapazität um 60 Megawatt. Der neue Standort verdoppelt nicht ganz den bisherigen Output der beiden anderen Werke, die zusammen 70 Megawatt erreichen. Doch in der 15.000 Quadratmeter großen Halle im Freiburger Industriegebiet Hochdorf ist leicht zu erkennen, dass das nicht das Ende der Ausbaustrategie sein kann: Der jetzt noch freie Raum nimmt ohne Probleme zwei weitere Modullinien auf. Die Pläne dafür liegen bereits in der Schublade. Im nächsten Jahr soll es weitergehen, und am Ende könnten bis zu 200 Megawatt jährlich vom Stapel laufen.

Gesamten Artikel lesen (photovoltaik Heft09/2009)